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Franz Liszts Dante-Symphonie

Liszt war als genialer Pianist in ganz Europa bekannt. Als Komponist forderte er eine Erneuerung der Musik und der Rolle des Künstlers. Seine symphonische Dichtung schockierte im 19. Jahrhundert die Anhänger der absoluten Musik. Das traurige Schicksal seines Freundes Hector Berlioz veranlasste Liszt dazu, auf die Bedeutung des Künstlertums aufmerksam zu machen. Der Künstler sollte nunmehr nicht mehr „Diener der Gesellschaft, der Monarchie oder des Bürgertums“ sein, sondern als eigenständige Persönlichkeit anerkannt und gefördert werden. „Wir sind Steuermänner, keine Ruderknechte.“ Am 7. November 1857 wurde die Dante-Symphonie in Dresden uraufgeführt. Es wurde ein Misserfolg. „Unmusik“ sei das, meinte Johannes Brahms und „Das Wunderkind, der reisende Virtuose und der Salonmensch haben den Komponisten ruiniert.“

 

Material

Kultur am Vormittag