Medizin im Dialog
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ME/CFS, Long Covid, Postvac, PAIS
Bundesweit sind rund 1,5 Millionen Menschen von Long Covid und ME/CFS betroffen – bei gleichzeitig weiterhin unzureichender medizinischer und sozialer Versorgung. Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa 300.000 Menschen mit Multipler Sklerose. Auf diese Versorgungslücke machen z.B. sogenannte Liegenddemonstrationen aufmerksam, die 2026 auch in Freiburg, Offenburg und Karlsruhe stattfinden. Für den Landkreis Emmendingen ist von etwa 3.000 Betroffenen auszugehen. Der Vortrag informiert darüber, wie die Erkrankungen erkannt werden können, wie die aktuelle Versorgungssituation aussieht und welche Unterstützungsmöglichkeiten es für Betroffene und Angehörige gibt.
Medizinische Betreuung am Lebensende
"Die Ärzte können nichts mehr tun". Diesen Satz hört man oft, wenn eine nicht mehr heilbare Erkrankung die Lebenserwartung eines geliebten Menschen stark einschränkt. Man kann jedoch auch am Lebensende eine Menge tun, um diesen Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen diese - sehr wichtige - Abschiedszeit zu erleichtern. In dieser Zeit spielen nicht nur medizinische, sondern auch psychologische, soziale und spirituelle Aspekte eine Rolle. Jede Situation ist eine besondere und muss individuell betrachtet werden. Die Strukturen der Palliativversorgung können hier wichtige Begleiter sein. Wie sieht eine solche Betreuung am Lebensende aus? Was können Angehörige tun? Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entwicklung und heutigen Strukturen der Palliativversorgung in Deutschland und zeigt anhand von Fallbeispielen, wie die wichtige Zeit des Abschieds gelingen kann. Im Anschluss an den Vortrag können Fragen an die Referentin gestellt werden.
Cholesterin
Mittlerweile ist es zur Regel geworden: Jeder sollte seinen Cholesterinwert kennen. Die Einstellung zum Cholesterinwert als Blutparameter hat sich in den vergangenen Jahren erheblich geändert. Erhöhte Cholesterinwerte müssen nicht mehr als Schicksal hingenommen werden. So können für Patienten mit gesichertem Risiko für arteriosklerotische Erkrankungen wirksame Medikamente verordnet werden.
Zwar kann auch ohne Medikamente auf die Cholesterinwerte positiv Einfluss genommen werden, allerdings zeigte die Forschung der letzten Jahre, dass dies nur in einem überschaubaren Maß möglich ist, so dass zur Prävention von Erst- oder Folgeereignissen häufig nicht auf eine medikamentöse Therapie verzichtet werden sollte.
Der Vortrag soll auf der Grundlage des heutigen Wissensstandes Antworten zu häufig gestellten Fragen zum Thema Cholesterin geben. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen an den Referenten zu stellen.
Depression
Wer kennt sie nicht: die Momente, in denen wir uns traurig, einsam oder niedergeschlagen fühlen? Solche Stimmungstiefs gehören zu unserem Leben. Was aber, wenn diese Stimmungstiefs länger dauern und wir unser Selbstvertrauen verlieren, nicht mehr schlafen können, die Freude und das Interesse an vielen Dingen verlieren, ängstlich und nervös sind, Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle empfinden und uns nicht mehr konzentrieren können? Diese Symptome können auf eine behandlungsbedürftige depressive Erkrankung hindeuten. Depressionen sind eine ernsthafte, manchmal auch lebensgefährliche Krankheit. Betroffene brauchen in jedem Fall professionelle Hilfe. Die Erkrankung kann von einem Fachmann (Arzt oder Psychologe) erkannt und psychotherapeutisch und/oder medikamentös behandelt werden. Eine Depression lässt sich oft nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Meist sind verschiedene Faktoren beteiligt, die erst im Zusammenspiel eine Depression auslösen. Für die betroffene Person ist wichtig zu wissen: Eine Depression kann, auch im Alter, vielfach mit großem Erfolg behandelt werden. Dabei kommen im Wesentlichen zwei Behandlungsformen zum Einsatz. Die Psychotherapie und antidepressiv wirkende Medikamente. Die Referentin informiert darüber, wie Depressionen erkannt und behandelt werden können und an wen sich ratsuchende Betroffene wenden können. Im Anschluss an den Vortrag können Fragen an die Referentin gestellt werden.