Kultur in der Rocca
Kurse (15)
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Kultur in der Rocca
Die Veranstaltungsreihe beinhaltet Vorträge zu bedeutsamen Themen aus Kunst, Literatur, Länderkunde, Geschichte und Politik.
Die Raubritter von Falkenstein
Eine Burgruine im Höllental ist nach dem Rittergeschlecht der Falkensteiner benannt. Sie werden in der Regionalliteratur oft auch als Raubritter bezeichnet.
Woher kam diese Familie, die nach 1100 mehr als 250 Jahre auf ihrer Burg hoch über dem Höllental residierte? Was ist aus ihnen geworden, nachdem die Stadtherren von Freiburg ihre Burg 1388 erstürmen und zerstören ließen?
Die Spurensuche führt nach Weiler im Dreisamtal, heute ein Ortsteil von Stegen im Dreisamtal. Als die Zähringer Herzöge 1093 ihr Kloster in St. Peter gründeten, waren es Hitto von Weiler und seine Söhne, die den Zähringern den günstigen Platz droben im Schwarzwald zeigten. Diese Edlen von Weiler waren die Vorfahren der Falkensteiner.
Über diese Anfänge, das Ende der Falkensteiner und ihre Spuren bis heute berichtet der Neustädter Historiker und Buchautor Dr. Roland Weis.
Thomas Jefferson und das andere Amerika
Zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Großbritannien lohnt es sich, einen ihrer wichtigsten Gründerväter näher zu betrachten: Thomas Jefferson, Autor der Unabhängigkeitserklärung, Großgrundbesitzer und Sklavenhalter, erst Diplomat und Außenminister, dann dritter Präsident der USA, aufgeklärter Philosoph, Erfinder und Architekt. Er starb am 4. Juli 1826 - auf den Tag 50 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung. Als der „Weise von Monticello" hat ihn die Nachwelt verehrt und als „American Sphinx" in Frage gestellt. Wer war dieser ungewöhnliche Mann und warum ist er heute vielleicht aktueller denn je?
Die Geschichte der Zisterzienser und ihre Architektur
Der Vortrag beleuchtet den katholischen Mönchsorden und seine Architektur.
Das Wandbild von Theodor Kammerer (1894, Freiburg - 1961, Waldkirch)
Bei den Umbauarbeiten des ehemaligen Freiburger Verkehrsamtes zum Dokumentationszentrum Nationalsozialismus wurde ein Wandbild Theodor Kammerers aus dem Jahr 1939 entdeckt. Über Jahrzehnte hinweg war es hinter einer Verschalung verborgen gewesen. Das großformatige, auf Holzplatten aufgemalte Bild zeigt eine Freizeitszene mit Männern und Frauen am Titisee. Die Motive entsprechen der Ästhetik und dem Zeitgeist der NS Ideologie. Für das Verständnis der NS Geschichte Südbadens und auch der Kunst der damaligen Zeit ist dieser Fund bedeutend. Nach sorgfältiger Abwägung wurde das Bild daher mit einem erklärenden Text versehen und in die Dauerausstellung integriert. Der Vortrag beschäftigt sich mit den im Bild verarbeiteten Themen „Freizeit", „Darstellung von Mann und Frau" und „Schwarzwaldlandschaft". Eingegangen wird überdies auf die Vorbilder für die einzelnen Bildpartien in der akademischen Malerei des 19. Jahrhunderts, in Werken der Klassischen Moderne sowie der NS-Malerei.
Ich, Bertold Brecht, bin aus den schwarzen Wäldern
Dass Bertolt Brecht (1898 - 1956) Wurzeln im Schwarzwald hatte, ist den meisten nicht bewusst: Der Vater des Dichters stammte aus Achern, und das Kind Bertolt verbrachte zusammen mit seinem Bruder einige Male seine Sommerferien am Fuß der Hornisgrinde. Ein umfangreiches und ungemein vielfältiges Werk hat Brecht hinterlassen. Die meisten der ausgewählten Texte entstanden in den Jahren 1913 bis 1926. Zusammen mit biographischen Anmerkungen vermitteln sie einen ganz eigenen, besonderen Blick auf diesen sprachmächtigen Autor, seine Phantasie, seinen Witz und seine Herkunft... „aus den schwarzen Wäldern"...
Massachusetts
Massachusetts ist zwar einer der kleinsten Bundesstaaten der USA, historisch und kulturgeschichtlich aber einer der bedeutendsten. Hier landeten die Pilgerväter 1620 mit der „Mayflower“; hier feierten sie das erste „Thanksgiving“ mit den indigenen Ureinwohnern. Die „Boston Tea Party“ war vor gut 250 Jahren der Beginn vom Ende der britischen Kolonialmacht. Von der Halbinsel Cape Cod und der Walfänger-Insel Nantucket geht die Vortrags- „Reise“ über historische Orte bis in die hügeligen Berkshires, die im „Indian Summer“ in strahlenden Farben leuchten.
Das Bauhaus und seine Folgen
Das 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründete Bauhaus gilt als wegweisende Einrichtung – seine Architektursprache und die Designentwürfe bilden die Basis für eine Strömung der Nachkriegsarchitektur und zeigen sich in gegenwärtigen Werken. Der Vortrag will die Entwicklung des „Bauhaus-Stils“ seit seinem Beginn verfolgen und aufzeigen, wie sich die Ideen der Institutionen trotz der politischen Repressalien und des Verbots 1933 durchsetzen konnten.
Faire Schokolade- eine Reise mit Kakao
Kakao, weit mehr als Schokolade: seine Geschichte, Botanik, Anbau, kulturelle Bedeutung bei indigenen Völkern, und heute als Süßigkeit, Superfood und zeremonielles Getränk; sowie wertvolles Importgut. Schokolade- besonders jetzt in der Vorweihnachtszeit beliebt als Geschenk, aber nur 21% der Marktanteil an fair produziertem Kakao. Ecuador gilt als Urspungsland des Kakaos. Es gibt hier viele Projekte, die einen biologischen und fair bezahlten Anbau fördern. Eine dieser Initiativen ist Kallari, die ihre besonderen Schokoladen vor Ort herstellen und den nachhaltig und naturnah angebauten Kakao von den indigenen Kichwa-Familien im Amazonas-Regenwald beziehen. In diesem Bildervortrag mit Erzählungen nimmt uns Nadine Kiefer mit auf eine bunte Reise in mehrere Kakao-Länder in Lateinamerika u.a. Ecuador, in den artenreichen Amazonas-Dschungel und die Anden und erzählt von den besuchten Kakao-Anbauorten, dem Lebensraum Regenwald und der Bedeutung des Kakaos kulturell wie auch ökonomisch, dem Prozess von der Kakaobohne bis zur Schokolade. Mit anschliessender kleiner Schokoverkostung.
Patagonien - das wilde Ende eines Kontinents
Erlebnisreise durch Chile und Argentinien - durch das wilde Patagonien bis ans Ende der Welt. Wir nehmen Sie mit auf eine 5-wöchige Reise beginnend in Santiago, der Hauptstadt Chiles und führen Sie über Puerto Montt, Puerto Natales, die Nationalparks Chiles und Argentiniens, über die Magellan-Straße nach Feuerland bis nach Ushuaia, zur südlichsten Stadt der Welt. Die Erlebnisreise führt Sie in die unberührte wilde Natur Patagoniens. Stürme und Eis, wildes Meer um Kap Horn, eine unbekannte Tierwelt, Guanakos, Condore, Königspinguine, Seelöwen, Wale. Wer zum ersten Mal hierher kommt, ist überrascht, wie groß und mächtig die Natur am südlichsten Ende Amerikas ist - und wie klein dagegen der Mensch.
Johannes Kepler
Woran denken Sie, wenn der Name Johannes Kepler fällt? Wahrscheinlich zuerst an die die Gesetze der Planetenbewegung. Ja, richtig – aber Johannes Kepler war viel mehr als ein begnadeter Mathematiker und Astronom. Kepler wurde 1571 in eine schwierige Zeit voller Umbrüche im schwäbischen Weil der Stadt geboren und studierte evangelische Theologie, Mathematik und Astronomie. Reformation, Gegenreformation und später der Dreißigjährige Krieg verursachten tiefe Verwerfungen in ganz Europa, die auch Keplers Leben prägten. Kepler war in Zeiten von vielerlei gesellschaftlichen Umbrüchen ein Pionier der anbrechenden Neuzeit und Naturwissenschaft. Dank seines umfangreichen Nachlasses ist sein Wirken auch heute noch präsent.
Aktuelle Politik
Geht es Ihnen auch so? Da passiert etwas Unvorhergesehenes in der Politik, die Medien überschlagen sich mit Meldungen, aber wirkliche Informationen, Hintergründe etc. erfahren Sie nicht oder nur nach reiflicher Recherche. Auch die vhs Nördlicher Breisgau kann zumeist erst im folgenden Semesterprogramm darauf reagieren. Deshalb bieten wir genau dafür eine aktuelle Politik Matinee zu den aktuellen politischen Ereignissen an. Das Thema wird ca. zwei Wochen vor dem Termin auf der Homepage bekanntgegeben.
Und der Haifisch, der hat Zähne... Bertolt Brecht (1898-1956)
Bertolt Brecht, der Gründer des epischen Theaters -einer völlig neuen Theaterform im 20. Jahrhundert- wird als Jahrhundert-Genie bezeichnet. Er hinterließ ein umfangreiches Werk aus Theaterstücken, Filmen und Drehbüchern und unzähligen Gedichten, von denen viele vertont wurden. Dieser Vortrag stellt Brechts Biographie vor, umrahmt von Liedern und Gedichten. Die musikalische Gestaltung mit Gesang und Klavier hat Kirchenmusikdirektor Jörn Bartels.
Narren, Schellen und Marotten
Wie kommt ein Narr als Wasserspeier ans Freiburger Münster? Was hat die Fast-Nacht mit der Fastenzeit zu tun? Warum feiern die Basler eine Woche später als wir ihre Fasnacht? Warum wurden nach dem 1. Weltkrieg so viele Narrenzünfte neu gegründet? Diese und andere Fragen beantwortet Peter Kalchthaler aus Freiburg, aktiver Fasnetsnarr aber auch studierter Volkskundler und Fastnachtsforscher.
Georg Büchner
Vor 190 Jahren starb Georg Büchner, am 17. Oktober 1813 geboren und kaum 24 Jahre alt geworden. Er gehört zu den bedeutendsten, aber auch aufregendsten Autoren der deutschen Literatur. Unter dem Druck kleinstaatlicher Repression wandte er sich gegen politische Bevormundung und gegen die klassizistischen Verklärungstendenzen seiner Zeit. Dabei entwickelte er dramatische Gestaltungsformen, die zuerst Befremden und Ablehnung, dann aber große Nachwirkung hervorriefen und bis heute modern sind. Die Veranstaltung orientiert über Büchners Lebensweg, sein aufgewühltes Umfeld und seine Hauptwerke, das desillusionistische Geschichtsdrama „Dantons Tod“, die anrührende Erzählung „Lenz“ und das bahnbrechende soziale Drama „Woyzeck“. Ergänzt wird sie durch eine kleine Sammlung von Bildern und Texten.