Kultur am Vormittag
Kurse (11)
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Kultur am Vormittag
Die Veranstaltungsreihe beinhaltet Vorträge zu bedeutsamen Themen aus Kunst, Literatur, Länderkunde, Geschichte und Politik.
Thomas Jefferson und das andere Amerika
Zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Großbritannien lohnt es sich, einen ihrer wichtigsten Gründerväter näher zu betrachten: Thomas Jefferson, Autor der Unabhängigkeitserklärung, Großgrundbesitzer und Sklavenhalter, erst Diplomat und Außenminister, dann dritter Präsident der USA, aufgeklärter Philosoph, Erfinder und Architekt. Er starb am 4. Juli 1826 - auf den Tag 50 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung. Als der „Weise von Monticello" hat ihn die Nachwelt verehrt und als „American Sphinx" in Frage gestellt. Wer war dieser ungewöhnliche Mann und warum ist er heute vielleicht aktueller denn je?
Geschichte und Kunst im Kanton Basel-Landschaft (BL)
Auf einer Wanderung durch das idyllische Umland von Basel, kurz „Baselbiet“ genannt, entdeckt man eine unerwartete Fülle sehenswerter Kunstschätze und zahlreiche Zeugnisse einer bewegten Vergangenheit, die dem rasch Durchreisenden meist unbekannt sind. Im Vortrag werden in Wort und Bild, ausgehend von der konfliktreichen Geschichte des Halbkantons Basel-Landschaft, der sich vor rund 190 Jahren nach heftigen Kämpfen von der Stadt Basel losgelöst hat, alte Dörfer, Städte und Landsitze vorgestellt.
Gerd Grimm (1911–1998)
Zu Lebzeiten galt der Grafiker Gerd Grimm, als der einzige deutsche Modezeichner von internationalem Rang. Als so genannter „Halbjude“ konnte er während der Hitler-Diktatur seine Arbeiten nur über Vermittlung seiner „arischen“ Lebensgefährtin. verkaufen. Zur Wehrmacht eingezogen wurde er 1940, doch als „wehrunwürdger Halbjude” wieder entlassen.
1946 ging er in die USA, 1951 kehrte er nach Deutschland zurück und ließ sich in Freiburg-Littenweiler nieder. Da die Modemagazine inzwischen auf Fotografie setzten, musste er über Werbung seinen Lebensunterhalt verdienen – und gestaltete über 23 Jahre hin die Werbekampagne für die Zigarettenmarke Reval. Schöne Frauen aber blieben sein Leben lang das vorherrschende Thema. Gerd Grimm wurde zum Zeichner des „Fräuleinwunders“, „Grimms Mädchen“ wurden legendär. Emmendinger Gymnasiasten gab er 1961 ein bemerkenswertes Interview.
Franz Liszts Dante-Symphonie
Liszt war als genialer Pianist in ganz Europa bekannt. Als Komponist forderte er eine Erneuerung der Musik und der Rolle des Künstlers. Seine symphonische Dichtung schockierte im 19. Jahrhundert die Anhänger der absoluten Musik. Das traurige Schicksal seines Freundes Hector Berlioz veranlasste Liszt dazu, auf die Bedeutung des Künstlertums aufmerksam zu machen. Der Künstler sollte nunmehr nicht mehr „Diener der Gesellschaft, der Monarchie oder des Bürgertums“ sein, sondern als eigenständige Persönlichkeit anerkannt und gefördert werden. „Wir sind Steuermänner, keine Ruderknechte.“ Am 7. November 1857 wurde die Dante-Symphonie in Dresden uraufgeführt. Es wurde ein Misserfolg. „Unmusik“ sei das, meinte Johannes Brahms und „Das Wunderkind, der reisende Virtuose und der Salonmensch haben den Komponisten ruiniert.“
Nicht nur „Freischütz“
Der mit nur 40 Jahren verstorbene Frühromantiker lebt heute vor allem als Komponist der deutschen Nationaloper „Der Freischütz“ weiter. Sein umfangreiches Gesamtwerk enthält darüber hinaus weitere Opern, virtuose Klaviermusik, Kammermusik und Instrumentalkonzerte, wobei er das Lieblingsinstrument der aufkommenden Romantik, die Klarinette, besonders reicht bedacht hat. Kein anderer Komponist hat den Schwung und den Elan dieser Aufbruchszeit so mitreißend in seiner Musik ausdrücken können wie dieser Theatervollblutmusiker. Ein Querschnitt durch sein Werk kann uns hierbei nur bereichern.
Weltnomadin auf Reisen - Bilder & Erzählungen
Nadine Kiefer auf Weltreise: 15 Monate durch über 16 Länder; nur mit einem kleinen Rucksack und ohne große Pläne. Sie sind herzlich eingeladen, mit Bildern und Erzählungen auf Weltreise zu gehen. Zunächst mit der Transsibirischen Eisenbahn zum Baikalsee, dem größten Frischwasservorrat der Erde. Weiter durch die Mongolei bis nach Peking in China. Mit Bus und Bahn quer durch Südostasien, wo eine große Vielfalt an Landschaften und Kulturen allgegenwärtig ist. Vor allem die Flora und Fauna, einmalige Naturlandschaften und authentische Begegnungen mit den Einheimischen prägen die Schlüsselerlebnisse auf Nadines Reise.
Chile
Chile, ein Land der Extreme, vereint eine vielschichtige und oft schmerzhafte Geschichte mit einer unvergleichlich vielfältigen und atemberaubenden Landschaft. Die aufwühlende Geschichte Chiles reicht von präkolumbianischer Besiedlung über die spanische Kolonialzeit bis hin zur Unabhängigkeit im frühen 19. Jahrhundert. Wirtschaftliche Hochs durch Rohstoffe wie Salpeter und Kupfer führten zu Abhängigkeiten und Konflikten. Ein besonderer Wendepunkt war der Militärputsch am 11. September 1973, als General Augusto Pinochet die demokratisch gewählte sozialistische Regierung unter Salvador Allende stürzte und eine 17-jährige Militärdiktatur einleitete, die das Land politisch und gesellschaftlich tief prägte. In dieser Zeit kam es zu schweren Menschenrechtsverletzungen, politischer Verfolgung, Folter und Ermordung Oppositioneller. Seit 1988 befindet sich Chile in einem Transitionsprozess zur Demokratie. Geografisch ist Chile einzigartig, da es sich über mehr als 4.300 Kilometer erstreckt. Diese enorme Nord-Süd-Ausdehnung schafft eine Palette an faszinierenden Landschaften: Diese Kontraste – zwischen historischem Leid und natürlicher Schönheit – machen Chile zu einem Land von intensiver Faszination.
Aktuelle Politik
Geht es Ihnen auch so? Da passiert etwas Unvorhergesehenes in der Politik, die Medien überschlagen sich mit Meldungen, aber wirkliche Informationen, Hintergründe etc. erfahren Sie nicht oder nur nach reiflicher Recherche. Auch die vhs Nördlicher Breisgau kann zumeist erst im folgenden Semesterprogramm darauf reagieren. Deshalb bieten wir genau dafür eine aktuelle Politik Matinee zu den aktuellen politischen Ereignissen an. Das Thema wird ca. zwei Wochen vor dem Termin auf der Homepage bekanntgegeben.
Die Bibel Marc Chagalls
Der 1887 in Witebsk (Weißrussland) geborene Marc Chagall gehört zu den bekanntesten Künstlern des 20. Jahrhunderts. In seinem Werk verschmelzen Kunstrichtungen wie der Fauvismus, Kubismus und Surrealismus mit Aspekten der russischen Volkskunst und der jüdischen Mythologie zu einem eigenen, unverwechselbaren Stil. Ab 1931 arbeitete der Künstler 25 Jahre lang an seinen Bibelillustrationen. In ihnen ist die biblische Botschaft mit Marc Chagalls Lebenserfahrung zu einem persönlichen Bekenntnis verschmolzen, das von den Umständen seiner Kindheit und Jugend entscheidend geprägt ist.
„Ich würde den Rest meines Lebens damit verbringen wollen, meine Bibel zu malen", bekannte der Künstler, der 1985 hochbetagt in Saint-Paul-de-Vence (Frankreich) verstarb.
Weltnomadin auf Reisen- Bilder & Erzählungen
Im zweiten Teil führt die Reise nun entlang der Ostküste Australiens, nach Neuseeland und schließlich Südamerika. Weite und wunderschöne Landschaften in Chile, das sich fast entlang der gesamten Westküste Südamerikas zieht. Im grünen und verregneten Süden herrschen Seen und Vulkane vor, der Norden im Kontrast dazu wartet mit der Atacama-Wüste und dem Andengebirge auf. Weiter geht’s nach La Paz in Bolivien, auf 3800m gelegen ein Brennpunkt der bunten Inkakultur und Moderne. Über die „Todesstrasse“ erreicht man den im Tiefland gelegenen Amazonasdschungel, reich an Flora und Fauna und Abenteuer pur. So führt die Reise nach Peru, zur antiken Inkastadt Machu Picchu. Nächster Stop sind die USA, wo die Westküste aufwärts bis Kanada und quer hindurch gereist wurde. Zu den Reisehighlights gehören die größten Bäume der Erde, Campen und die Begegnung mit Bären, Orcawale bei Vancouver Island und die unendlichen Naturlandschaften Kanadas. Via Couchsurfing und Workaway lernte Nadine Land und Leute kennen. Nach dem Großstadtdschungel New Yorks geht es schließlich wieder in die Heimat- nach 15 Monaten und über 90.000km reisen um die Erde.