Biologische Vielfalt
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Raffael (1483-1520)
Keine Madonnen sind schöner, keine Engel niedlicher als die seinen. Im Jahr 1520, verstarb der Maler und Baumeister Raffael, der eigentlich Raffaello Santi oder Sanzio hieß, in Rom. Neben Michelangelo und Leonardo da Vinci zählt er zu den bedeutendsten Künstlern der italienischen Hochrenaissance. Mit 31 Jahren wurde Raffael Bauleiter am Petersdom, er erlangte aber vor allem als Maler für seine ausgewogenen Kompositionen und idealen Figurendarstellungen Berühmtheit. Form und Inhalt, Ideales und Reales, antikes und christliches Denken verschmelzen in seinen Werken zu einer vollkommenen, harmonischen Einheit. Durch zahlreiche Zitate aus der Populärkultur kennt bis heute jeder seine beiden Putten auf dem Altarbild „Sixtinische Madonna" und unsere Vorstellung von der geistigen Welt der Antike ist fest mit seinem Fresko „Schule von Athen" in den Stanzen des Vatikans verknüpft. Der Vortrag zeigt, wer dieser Meister war, dessen Schaffenszeit sich nur auf etwas mehr als zwei Jahrzehnte beschränkte.
Das Wandbild von Theodor Kammerer (1894, Freiburg - 1961, Waldkirch)
Bei den Umbauarbeiten des ehemaligen Freiburger Verkehrsamtes zum Dokumentationszentrum Nationalsozialismus wurde ein Wandbild Theodor Kammerers aus dem Jahr 1939 entdeckt. Über Jahrzehnte hinweg war es hinter einer Verschalung verborgen gewesen. Das großformatige, auf Holzplatten aufgemalte Bild zeigt eine Freizeitszene mit Männern und Frauen am Titisee. Die Motive entsprechen der Ästhetik und dem Zeitgeist der NS Ideologie. Für das Verständnis der NS Geschichte Südbadens und auch der Kunst der damaligen Zeit ist dieser Fund bedeutend. Nach sorgfältiger Abwägung wurde das Bild daher mit einem erklärenden Text versehen und in die Dauerausstellung integriert. Der Vortrag beschäftigt sich mit den im Bild verarbeiteten Themen „Freizeit", „Darstellung von Mann und Frau" und „Schwarzwaldlandschaft". Eingegangen wird überdies auf die Vorbilder für die einzelnen Bildpartien in der akademischen Malerei des 19. Jahrhunderts, in Werken der Klassischen Moderne sowie der NS-Malerei.
Faire Schokolade- eine Reise mit Kakao
Kakao, weit mehr als Schokolade: seine Geschichte, Botanik, Anbau, kulturelle Bedeutung bei indigenen Völkern, und heute als Süßigkeit, Superfood und zeremonielles Getränk; sowie wertvolles Importgut. Schokolade- besonders jetzt in der Vorweihnachtszeit beliebt als Geschenk, aber nur 21% der Marktanteil an fair produziertem Kakao. Ecuador gilt als Urspungsland des Kakaos. Es gibt hier viele Projekte, die einen biologischen und fair bezahlten Anbau fördern. Eine dieser Initiativen ist Kallari, die ihre besonderen Schokoladen vor Ort herstellen und den nachhaltig und naturnah angebauten Kakao von den indigenen Kichwa-Familien im Amazonas-Regenwald beziehen. In diesem Bildervortrag mit Erzählungen nimmt uns Nadine Kiefer mit auf eine bunte Reise in mehrere Kakao-Länder in Lateinamerika u.a. Ecuador, in den artenreichen Amazonas-Dschungel und die Anden und erzählt von den besuchten Kakao-Anbauorten, dem Lebensraum Regenwald und der Bedeutung des Kakaos kulturell wie auch ökonomisch, dem Prozess von der Kakaobohne bis zur Schokolade. Mit anschliessender kleiner Schokoverkostung.